| Adsense for Video |
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Google scheint nun auch mit der Vermarktung seines Video-Bestands ernst machen zu wollen. Offenbar ist das Potential an Aufträgen in diesem Bereich inzwischen so groß, dass daran auch andere Firmen wie Revver.com und Blip.tv beteiligt werden können. Insgesamt 20 US-Partner werden im Rahmen des neuen "Adsense for Video" mit Google kooperieren. Im Unterschied zum heute bestehenden Adsense Programm werden sich an diesem neuen Vermarktungskonzept vermutlich auch langfristig nur Sites beteiligen können, die selbst Videos veröffentlichen oder produzieren. Das ist auch insofern nachvollziehbar, als die Anzeigen in den laufenden Film integriert werden sollen. Eine Aufgabe, die nicht mit der Bereitstellung von ein paar Zeilen Code für den Abruf von Adsense-Werbeanzeigen zu bewerkstelligen ist. Fraglich ist aber, ob Google bei diesem Adsense-Programm ebenso großzügig mit seinen Partnern verfährt, wie beim Adsense-Programm für Blogger und Webmaster. Dort behält Google nur einen winzigen Teil der Einnahmen gewissermaßen als Unkostenbeteiligung ein, profitiert aber dafür von der Partnerschaft mit Tausenden von Web Sites. Diese Partnerschaft sorgt einerseits für die Omnipräsenz von Google-Anzeigen im gesamten Web und hilft der Suchmaschine andererseits, einen weiteren Teil des Werbemarkts für sich zu vereinnahmen. Denn jeder Werbe-Dollar, der bei Google und seinen Partnern bleibt, geht Konkurrenten wie Yahoo oder Microsoft verloren. Man darf vermuten, dass ähnliche Mechanismen auch bei Adsense for Video zum Tragen kommen. Denn die neuen Partner-Seiten wie etwa Revver sind im Grunde genommen Konkurrenten zu Googles YouTube. Die Partnerschaft mit diesen Anbietern wird den Wettbewerb im Bereich der Online-Videos zugunsten von Google entschärfen. Wobei es schon bemerkenswert ist, mit wie viel finanzieller Energie die Suchmaschine den Eintritt in den Bereich der Online-Videos bisher betrieben hat. Denn mit den 1,65 Milliarden Dollar, die Google ffür den Kauf von YouTube auf den Tisch gelegt hat, war es nicht getan. Hinzu kommen Verträge mit Fernsehanstalten, Filmstudios, Musik-Labels und allen möglichen anderen Rechteinhabern, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden. Bei all diesen Verhandlungen hieß es zwar meist, dass die jeweilige Kooperation eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen vorsieht. Doch tatsächlich dürfte die Suchmaschine hier kräftig in Vorleistung getreten sein. Denn zu beteiligen beziehungsweise zu teilen gab es beim YouTube-Geschäft wenig. In der gerade veröffentlichten Jahresbilanz heißt es dazu, dass die Einnahmen bei YouTube im gesamten Jahr "nicht wesentlich" ("not material") waren. Was übrigens auch für Googles Print-, Audio-, und Fernsehwerbung gilt sowie für Postini und die "Search Appliances". Das alles sind künftige Spielflächen, die zur Zeit vom Arbeitstier Googles vorfinanziert werden, der Adwords-Werbung. Quelle: intern.de |
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